Inspirationsbrief Nr. 4/2022

Wodurch erhältst du langanhaltende Sättigung?

Überall werden Tipps und Tricks zu gesunder Ernährung herumgereicht. Doch was bedeutet
eigentlich gesund und was ungesund? Was wärmt den Körper und gibt ihm Energie?
Wodurch wird ihm kalt und wird müde? Je hektischer und emotionsgeladener unser Alltag
ist, desto weniger nehmen wir unseren Körper und seine Bedürfnisse wahr. Wir haben in der
Tat verlernt auf die Signale unseres Körpers zu hören.
Um an den letzten Inspirationsbrief anzuknüpfen: Bei vielen Diäten sind Kohlenhydrate
verpönt. Doch genau sie sind es, zusammen mit Proteinen und Fetten, die uns sättigen. Bei
mir sind sie ein wichtiger Bestandteil meiner Ernährung, allerdings als Vollkornprodukt mit
allen wertvollen Inhaltsstoffen wie Mineralien und Vitaminen (komplexes KH), – genauso wie
Proteine in Form von Hülsenfrüchten, Pseudogetreiden (wie Quinoa), Nüssen, Pilzen, Algen,
Fisch, Eiern und wenig Fleisch, dazu natives, kaltgepresstes Bio-Öl und viel gekochtes
Gemüse.
In Zusammenhang mit Kohlenhydraten ist es wichtig zu wissen, dass z.B. Vollkornreis
(komplexes KH) unseren Blutzuckerspiegel langsam steigen lässt und viele für den Darm
wertvolle Ballaststoffe enthält. Der polierte Reis (einfaches KH) lässt den Blutzuckerspiegel
dagegen schneller in die Höhe schiessen und kurbelt so unseren Appetit entsprechend
rascher wieder an. Vorkommen einfacher Kohlenhydrate: Weissmehl, raffinierter Zucker,
Obst, Milch und Milchprodukte.
Früher war es üblich Lebensmittel in unverarbeiteter Form zuzubereiten. Nur zur
Weihnachtszeit wurde Gebäck aus Auszugsmehlen hergestellt. Seit geraumer Zeit hat sich
der Trend genau umgekehrt: Wir konsumieren z.B. Brot, Gebäck, Pizza etc. nur noch in
Form von Weissmehl und raffiniertem Zucker, Fruchtsäfte aus zuvor tiefgefrorenen
Konzentraten mit wenig Frucht- dafür umso mehr Zuckeranteil, Süssgetränke gesüsst mit
künstlichen Süssstoffen, die teilweise in der Schweinemast eingesetzt werden etc. etc. All
diese Nahrungsmittel fördern u.a. Entzündungen in unserem Körper.
☹ Unsere Nahrungsmittel enthalten viele gesättigte Fette (in verschiedenen tierischen
Produkten enthalten), Transfettsäuren (frittierte Industrieprodukte aus Kartoffeln, Süsswaren,
Fertiggerichte wie Pizza), sind faserstoffarm d.h. ballaststoffarm, übermässig fettig, ölig,
rahmig, mehlig, zuckerhaltig, salzig oder stark gewürzt.
Besinnen wir uns doch wieder aufs Wesentliche zurück: unsere Gesundheit. Wir können uns
dankbar schätzen mit wenigen Lebensmitteln viel bewirken zu können. Mein Aufruf an dich:
😊 Kaufe mehr saisonal, regional, biologische Produkte ein, verwende mehr pflanzliche
statt tierischer Proteine, pflanzliche Fette (enthalten ungesättigte Fettsäuren und wirken
entzündungshemmend, z.B. Nüsse und Samen) und frische Kräuter, Sprossen und gekeimte
Getreide/Hülsenfrüchte (enthalten viele Vitamine, Mineralien & Spurenelemente) in deiner
Küche.
Mein Tipp: Versuche mehr auf deinen Körper zu hören. Er signalisiert dir, ob du durch mehr
Kohlenhydrate, Proteine, Fette oder einer Kombination davon langhaltend satt wirst.
Konsumiere viel Gemüse dazu. Erwachsenen Personen empfehle ich drei Mahlzeiten pro
Tag.
Zu beachten: Bei Erkrankungen wie einer entzündlichen Darmerkrankung oder Rheuma
sollte der Genuss von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorsichtshalber eingeschränkt
werden.

Einfache Diätetik-Empfehlungen
(Diätetik bedeutet: Lebensweise; Lehre von der gesunden Lebensführung)

  1. nichts Tiefgefrorenes
  2. keine Mikrowelle
  3. raffinierte Kohlenhydrate meiden: z.B. Weissbrot, Zucker
  4. Konsum von Milchprodukten reduzieren
  5. regelmässige Mahlzeiten
  6. zum Essen nichts Kaltes trinken

Wichtig: Dankbar sein, für die Nahrung, die du bekommst! (Quelle: Claude Diolosa)

Habe ich all deine Fragen zur Ernährung beantwortet? Nein?! Dann nimm jetzt gleich den
Telefonhörer zur Hand, mach einen Termin mit mir ab und komm in meine Praxis zur
Standortbestimmung in meine Ernährungsberatung. Deinen Körper und seine Bedürfnisse
kannst du ausserdem noch besser in einer Shiatsu-Therapie kennenlernen bzw.
wahrnehmen.

Hippokrates von Kos empfahl: „Lass Nahrung deine Medizin sein und
Medizin deine Nahrung.“